Opel

1862 begann die Geschichte der Adam Opel AG nicht etwa mit dem ersten Auto, sondern mit einer Nähmaschine. Der damals 25 Jahre alte Adam Opel hatte Schlosser gelernt und in Paris Erfahrungen in der Nähmaschinenbranche gesammelt. Dieses Wissen nutze er und produzierte seine erste Nähmaschine.

Bereits 1865 hat Adam Opel seine eigene Werkstatt in Rüsselsheim, einen Mitarbeiter sowie einen Auszubildenden und stets steigende Produktionszahlen. Drei Jahre später erfolgte bereits wieder ein Umzug, da die bisherige Werkstatt zu klein geworden war. Ebenfalls in diesem Jahr heiratete er und exportierte seine Nähmaschinen nach ganz Europa.

1872 gründete er eine eigene Fabrikkrankenkasse um seiner sozialen Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber gerecht werden zu können. Im Jahr 1886 brachten seine Söhne ihn dazu, das erste Hochrad zu produzieren. Durch über 180 Siege bei Radrennen sorgten seine Söhne für ein rasches Bekanntwerden der Räder und übertragen damit sogar die erzielten Umsätze für die produzierten Nähmaschinen.

Nach dem Tod Adam Opels im Jahr 1895 erbt seine Ehefrau den Hauptteil des Unternehmens und hat damit mit ihren Söhnen die Verantwortung über mittlerweile 1000 Mitarbeiter. Aufgrund einer Industrie- und Fahrradkrise änderte die Familie Opel die Produktpalette und entwickelte den „Opel Patent-Motorwagen System Lutzmann“. Dieses Auto besaß 3,5 PS und erreichte eine Geschwindigkeit von 20 km/h.

1903 baut Opel den ersten Vierzylindermotor und eröffnet zwei Jahre später in Berlin eine Darracq Ausstellungs- und Servicehalle. 1906 verlässt bereits das 1000 Auto die Fabrikhalle und eine neue Niederlassung in Berlin wird gegründet. 1909 wird der Opel 4/8 PS entwickelt, der speziell für den Mittelstand gedacht war.

Ein Jahr später wird das sogenannte Baukastensystem eingeführt. Damit können bereits gefertigte Karosserien mit unterschiedlichen Motoren und Fahrgestellen kombiniert werden. 1911 wird nach einem Großbrand die letzte Nähmaschine produziert.

Zwischen 1914 und 1919 wird für die Armee ein Dreitonner-Regellastwagen gebaut, der erste Sechszylindermotor mit 4,7 Litern Hubraum wird vorgestellt und die Opel Renn- und Versuchsbahn wird fertiggestellt.

1929 übernimmt General Motors die Aktienmehrheit und wird zwei Jahre später zum alleinigen Besitzer Opel AG. Im Jahr 1936 verlässt dann der erste Opel Kadett die Werkshallen und Opel wird mit einer Produktion von über 120.000 Fahrzeugen im Jahr zum größten Automobilhersteller Europas.

Während des 2. Weltkrieges wurde das Werk in Rüsselsheim zur Hälfte zerstört, die Halle in Brandenburg fast vollständig. Erst 1950 kann die Produktion wieder vollständig aufgenommen werden.

1964 stellt Opel die drei großen Vorzeigemodelle vor, den Kapitän, den Admiral und den Diplomat. Im Jahr 1970 kommen zum bisherigen Programm noch der Ascona und der Manta dazu. Mit einem Marktanteil von über 20 % ist damit Opel Deutschlands größter Autohersteller.

Der im Werk in Spanien produzierte Corsa wird schnell zum beliebtesten Fahrzeug seiner Klasse das 20millionste Auto verlässt die Produktionsanlagen. 1985 wird Opel der erste Hersteller mit einer Katalysator-Motorreihe. Im Jahr 1995 statt Opel als erstes Unternehmen alle Autos mit Full Size Airbags aus und setzt damit neue Maßstäbe in der Automobilbranche. Zahlreiche neue Modelle mit immer höheren Qualitätsstandards folgen in den kommenden Jahren und sorgen für stetig steigende Verkaufszahlen.

Besonders großen Erfolg feierte Opel noch einmal 2012, denn der Ampera wurde zum „Car of the Year 2012“ ausgezeichnet. Getreu dem Motto „Opel – wir lieben Autos…

 

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