Harald Glööckler

Die schillerndste und umstrittenste Person unter den deutschen Modemachern heißt Harald Glööckler. Entweder liebt man seine Ideen oder lehnt sie rigoros ab. Bereits als Kind war er eine Person von dem sich Leute hingezogen fühlten. Sein erstes Kleidungsstück entwarf er im Alter von nur sechs Jahren. Es war ein Kleid für seine Tante, die eine hervorragende Schneiderin war. Sofort nach der Schulausbildung absolvierte er eine Lehre zum Verkäufer in einem Modehaus.

Es folgte ein Senkrechtstart in dem Modehimmel

1987 eröffnete Harald Glööckler mit seinem Lebenspartner Dieter Schroth, ein Modegeschäft mitten auf Stuttgarts eleganter Shoppingmeile. „Jeans Garden“, war der Name des Ladens. Bald wurde er in „Pompöös“ umfirmiert und als eingetragenes Markenzeichen geschützt.

Ende der 90er Jahre stattete er das Stuttgarter Renitenz Theater mit seinen Kostümentwürfen aus. Die weltweit ersten Lizenzpartner vertreiben fortan seine Mode und Accessoires. 1999 war er direkt auf zwei großen Modeevents vertreten. Einmal auf der CPD, die in Düsseldorf ihr 50-jähriges Jubiläum feierte und zweitens mitten auf dem Berliner Kurfürstendamm. Dort fand mit über 100.000 Zuschauern der längste Laufsteg der Welt statt.

Im Millennium-Jahr 2000 zog er mit Wohnung und Unternehmen ganz nach Berlin. Es folgten große Modenschauen, die über dem ganzen Globus stattfanden.

Er wurde der Liebling modischer Menschen

Harald Glööckler hat es immer verstanden, auch ein Augenmerk auf die „normalen“ modeinteressierten Leute zu werfen. Trotz seiner Freundschaft mit Chaka Khan und Gina Lollobrigida machte er ausgefallene Mode- und Schmuckkollektionen für Damen und Herren zu günstigen Konditionen. Selbst Parfum und süßes Naschwerk gehören in seinem reichhaltigen Ideenfundus. Seine Kreationen wurden über einen TV-Verkaufssender einer breiten Öffentlichkeit angeboten. Ferner lieferte der kreative Designer auch Modelle für Supermarkt- und Drogerieketten.

Sein künstlerisches Talent ist bis heute kein bisschen eingeschlafen.Neben der Ausstattung einer Weihnachtsrevue im Berliner Friedrichs-Stadt-Palast malt er großflächige abstrakte Bilder. Genauso ausufernd wie seine märchenhafte Mode, die Frauen und Männer in zauberhafte Welten entführt.
Sein neuester Cup sind Glööckler-Häuser. Diese gehören von Stil und Aufmachung, zu diesen Welten absolut dazu.

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